Am 23. Januar findet im Russischen Haus für Wissenschaft und Kultur in Berlin (RHWK, Friedrichstraße 176–179, 10117 Berlin) ein großes Konzert statt, das dem Geburtstag von Wladimir Semjonowitsch Wyssozki gewidmet ist. Seine programmatische Dominante ist traditionell symbolisch – „Danke, dass du lebst“. Das Konzert wird zu einer besonderen Form des Gedenkens an diese vielseitig begabte Persönlichkeit: Dichter, Theater- und Filmschauspieler, Autor und Interpret eigener Lieder, Schriftsteller und Drehbuchautor.
Verwirklicht hat sich W. Wyssozki vor allem im Genre des Autorenliedes. Sein vielschichtiges Schaffen in diesem Bereich zeichnet sich durch eine große thematische Bandbreite aus, darunter Straßenleben, Lager- und Haftthematik, Krieg, Satire, Alltagsbeobachtungen, Märchen sowie „sportliche“ Motive. Seine Lyrik war geprägt von Tiefe und Schärfe verborgener Bedeutungen sowie von einer klar ausgeprägten moralisch-ethischen und bürgerlichen Haltung des Autors.
Der kreative Weg Wyssozkis begann bereits in jungen Jahren, als er seine ersten Gedichte schrieb und später auch die Musik dazu komponierte, wobei er sich selbst auf der russischen siebensaitigen Gitarre begleitete. Im Laufe seiner Schaffensjahre schrieb er mehr als 600 bekannte Lieder und über 100 Gedichte, spielte rund 30 Filmrollen und mehr als 20 Rollen auf der Theaterbühne und gab insgesamt etwa 1500 Konzerte.
Im Jahr 1986 wurde W. Wyssozki posthum der Titel Verdienter Künstler der RSFSR verliehen. 1987 erhielt er ebenfalls posthum den Staatspreis der UdSSR für die Darstellung der Figur Gleb Zheglow im Fernsehfilm „Der Treffpunkt kann nicht geändert werden“.
Die Lieder von Wladimir Wyssozki fanden stets großen Widerhall bei Millionen von Zuhörern – sowohl in der Sowjetunion als auch weit darüber hinaus. Sie wurden bei privaten Abenden ebenso gesungen wie auf großen Bühnen, bei Festen und offiziellen Konzerten. Geschätzt wurde er für seine seltene Aufrichtigkeit, emotionale Präzision und die Fähigkeit, mit dem Publikum auf Augenhöhe zu sprechen. Wyssozki sang von Herzen und vermittelte eindringlich die inneren Erlebnisse seiner Figuren – sowohl in seinen Liedern als auch im Kino. Schon zu Lebzeiten wurde er zu einem wahrhaft „volkstümlichen Künstler“, was einen besonderen Lebensweg voraussetzt, in dem Anerkennung des Talents, schöpferische Leistungen und gesellschaftlicher Einfluss zusammenkommen.
Wladimir Wyssozki verstarb früh. Am 25. Januar 2026 wäre er 88 Jahre alt geworden. Doch sein Werk, sein facettenreicher Charakter und seine besondere Intonation bleiben für sehr viele Menschen unterschiedlicher Generationen bis heute nah und aktuell.
Zum Gedenken an den großen Dichter hat Vlad Mayer ein Konzertprogramm vorbereitet, für den das Schaffen Wladimir Wyssozkis ein untrennbarer Bestandteil seines Lebens ist. In seiner Interpretation und begleitet von der russischen siebensaitigen Gitarre erklingen bedeutende Werke Wyssozkis.
Im Konzertprogramm stehen viele beliebte Lieder, darunter:
„Unruhige Pferde“, „Die Wolfsjagd“, „Das Lied vom Freund“, „Die Banja auf weißem Rauch“, „Das Segel“, „Ich mag es nicht“, „Der Horizont“, „Die Schiffe“, „Morgengymnastik“, „Dialog vor dem Fernseher“, „Der Trabrennfahrer“, „Lyrisches Lied“, „Der Gipfel“, „In der Bolschaja Karetnaja“ und weitere.
Alle Werke werden in russischer Sprache aufgeführt.
Das Konzert „Danke, dass du lebst“ in Berlin wird nicht nur ein musikalischer Abend sein, sondern auch eine Gelegenheit, erneut mit dem lebendigen Wort, der Intonation und der inneren Wahrheit des Schaffens von Wladimir Wyssozki in Berührung zu kommen, dessen Vermächtnis über Zeit und Grenzen hinaus weiterklingt.
Konzertdauer: 1 Stunde 20 Minuten
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei, nach vorheriger Anmeldung auf der Website:
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